Die riesigen Kalender hat Hannelore Weiß immer dabei. Na gut, fast
immer. „Da kann ich auch was eintragen, wenn ich zwei Etagen tiefer
bin. Meinen Computer kann ich mir nicht unter den Arm klemmen“,
sagt sie pragmatisch.
Der Zufall bringt die neue Arbeit
Die sympathische Frau ist eigentlich gelernte Facharbeiterin für
Plasteverarbeitung. Nach der Ausbildung hat sie beim
Schreibgerätehersteller Markant in Singwitz gearbeitet. Doch nach
der Geburt der großen Tochter war ihr der Weg zu weit. Von
Bautzen-Burk, wo sie seit 1974 gemeinsam mit ihrem Mann in dessen
Elternhaus lebt, bis Singwitz war es zu DDR-Zeiten nicht so
einfach. Deshalb begann sie dann bei der Firma Robur, wo auch ihr
Mann beschäftigt war. Bis zur Wende. Dann wurde sie gekündigt,
Robur abgewickelt. „Ein Jahr war ich arbeitslos. Dann brachte meine
Tochter eine Idee mit nach Hause, aus der mein jetziger
Arbeitsplatz wurde“, sagt Hannelore Weiß. Damals war das heutige
Schullandheim in Burk eine Außenstelle des Freizeitzentrums Wally.
Dort half die Tochter immer mal aus. Und als der Verein der
Schullandheime vor 20Jahren gegründet wurde, wurden Mitarbeiter
gesucht. Sie bewarb sich und konnte im September 1991 anfangen. „Da
waren wir nur zu dritt“, sagt sie. Neben dem Geschäftsführer
Andreas Stelzmann arbeitete noch Ulla Gräfe dort, die mittlerweile
Rentnerin ist. Hannelore Weiß saß von Anfang an im Büro. Es gab ja
zunächst nur das eine Haus in Burk. Erst später kamen das
Waldschulheim Halbendorf, das Schullandheim Sohland, das früher
Kinderkurheim war, die Einrichtung in Neukirch, die Jugendherberge
war, und erst im vergangenen Jahr das Schullandheim in Grüngräbchen
dazu. Für all die Einrichtungen koordiniert Hannelore Weiß die
Belegung, schickt die Verträge raus, kontrolliert den Geldeingang.
Die meisten Gäste kennen deshalb nur ihre Stimme. Das stört sie
aber nicht. „Wichtig ist, dass alle zufrieden sind mit dem, was sie
erleben konnten“, sagt Hannelore Weiß. Die Angebote dafür fasst sie
gemeinsam mit ihren Kolleginnen in Katalogen für die Einrichtungen
und Ferienlager zusammen. Schließlich gibt es heute neben den
verschiedenen Themen in den fünf Heimen auch noch die
Ferienangebote in Ungarn, Polen und Peenemünde auf der Insel
Usedom. „Da hatten die Kinder in diesem Jahr wirklich Pech mit dem
Wetter“, weiß die gute Seele des Hauses in Burk. Dass sie das ist,
bestätigen jedenfalls die Kollegen. Pünktlich kommt sie eher selten
nach Hause. „Aber es ist besser als zu Anfang. Da wurde ich schnell
mal geholt, wenn was gebraucht wurde“, erinnert sie sich.
Schließlich wohnt Hannelore Weiß ja nicht weit weg vom
Schullandheim. „Aber mir macht die Arbeit ja auch Spaß. Sie ist
abwechslungsreich, manchmal auch überraschend, wenn mal wieder Not
am Mann ist in der Küche oder beim sauber machen“, schmunzelt sie.
Ausgleich von der Büroarbeit hat Hannelore Weiß zu Hause. Dort
wartet ein großer Garten auf ihren grünen Daumen. „Ich liebe
Blumen. Und aus den Beeren mache ich Marmelade“, sagt die
58-Jährige. Und darüber freuen sich dann auch mal die Kollegen in
Burk.
Hannelore Weiß wünscht sich, dass noch mehr Lehrer mit ihren
Klassen oder Vereine die Angebote des Kinderreisebüros in der Zeit
Herbst, Winter und Frühjahr annehmen. „Auch da haben wir doch ganz
tolle Angebote“, sagt sie. Und weiß, dass da erst wieder viel
Mundpropaganda gemacht werden muss. „Nur so haben wir mittlerweile
viele Stammschulen, die immer wieder mit neuen Klassen kommen.
Qualität spricht sich dann von Lehrer zu Lehrer rum“, sagt
Hannelore Weiß. Und nimmt den Kalender vom nächsten Schullandheim
zur Hand, als das Telefon in dem kleinen Büro unter dem Dach in
Burk wieder klingelt.

Presse- und Gästestimmen



Die meisten kennen nur ihre Stimme

Die Schulferien der einzelnen Bundesländer hat Hannelore Weiß immer im Blick. Für jedes Schullandheim gibt es einen solchen großen Kalender. Als Leiterin des Kinderreisebüros der Schullandheime Bautzen hat sie so den Überblick über die Auslastung.Foto: SZ/Uwe Soeder
KLASSENSPRECHER LERNEN EINANDER KENNEN
(Artikel in der Sächsischen Zeitung, 14.09.11)
Wir, der Schülerrat der Gottlieb-Daimler Mittelschule Bautzen, hatten wieder einmal zwei sehr lehrreiche Schulungstage. Wie jedes Jahr verbrachten alle Klassensprecher und Stellvertreter der Klassen fünf bis zehn zwei interessante Tage im Schullandheim in Burk.
Dort haben wir über unsere Ziele als Schülerrat gesprochen, diskutiert, uns natürlich dabei alle besser kennengelernt und neue Freundschaften geknüpft....
[Artikel wurde gekürzt]








UNSERE KLASSENFAHRT
Wir die Klasse 4a waren vom 18.4.2011 bis 20.4.2011 im Schullandheim in Bautzen/ Burk. Das Landheim sah schön aus und es war von innen war alles sauber. Nach dem wir alles ausgepackt hatten, trafen wir uns auf dem Spielplatz vor dem Haus. Draußen haben wir die Regeln besprochen die wir in und außerhalb des Schullandheims einhalten sollen. Danach sind wir an den Stausee Bautzen gegangen und haben dort Zweifelderball gespielt. Wir hatten uns vorgenommen, uns gut auf das jährliche Osterturnier vorzubereiten. Jedes Schuljahr geht es um einen größeren Pokal, um den größten also in Klasse 4. Dann sind wir zurück in unser Schullandheim gegangen. Dort haben wir dann gelernt, wie die Sorben die Ostereier bemalen. Wir haben festgestellt, dass die Sorben mehrere Techniken haben um die Ostereier zu bemalen.

Dann durften wir eine Technik selber ausprobieren. Es war die Wachstechnik. Zuerst wird das Ei mit schönen Mustern aus flüssigem Wachs betupft und dann in ein Farbbad getaucht. An den Stellen, wo das Wachs ist, kommt keine Farbe durch. Das kann man mit mehreren Farbschichten wiederholen. So entstehen tolle Muster. Nach dem Abendbrot hatten wir Zeit, um uns auszuruhen. Nach einer halben Stunde sind wir alle in den Freizeitraum gegangen. Dort haben wir zum ersten Mal für die Abschluss CD geübt., die wir selbst gestalten und am Ende unserer Grundschulzeit als Erinnerung bekommen werden. Als wir fertig waren, war es schon spät und Zeit, schlafen zu gehen. Am nächsten Morgen gab es zuerst ein leckeres Frühstück und danach haben wir den ganzen Tag besprochen.

Wir wanderten nach Bautzen, in die Innenstadt. Dort startete unsere Stadtrallye. Was ist das? Kennenlernen einer neuen Stadt einmal anders: Die Klasse wurde in drei Gruppen geteilt. Jede bekam einen Stadtplan mit dem eingezeichneten Weg und Aufgaben, die entlang des Weges zu lösen waren. Das war lustig, denn wenn wir nichts fanden, um Informationen herauszubekommen, mussten wir Leute fragen. Zum Abschluss gingen wir ins Sorbische Museum, wo wir viel über sorbische Bräuche lernten und eine Ausstellung mit künstlerisch gestalteten Ostereiern besuchten. Der Tag war zwar anstrengend, aber trotzdem trainierten wir am Nachmittag noch auf dem Zweifelderballplatz und am Abend gab es noch eine tolle Disco. Die Dj´s waren Jungs aus unserer Klasse. Besonders Lucas kann das schon wie ein Großer. Am Mittwoch, unserem letzten Tag räumten wir nach dem Frühstück unsere Zimmer auf. Danach wurde Osterbrot gebacken und noch einmal trainiert. Der Osterhase hat uns auch gefunden. Frau Dähne, unsere Erzieherin hat wohl aufgepasst, dass er die Ostergeschenke nicht zu weit weg trägt, denn wir fanden sie ganz in ihrer Nähe... Das Wetter war so klasse, dass wir sogar schon einmal mit den Füßen die Temperatur im Stausee testen konnten. Etwas müde von dem erlebnisreichen Programm stiegen wir nach dem Mittagessen in den Bus, der uns zur Schule zurückbrachte. Und übrigens: Das Training hat sich gelohnt. Mit dem Pokal hat´ s am Donnerstag auch geklappt. Vincent Tost, 4a

Wir bedanken uns bei allen, die uns dabei unterstützt haben, die
Fahrt schön und erlebnisreich zu gestalten: bei der Firma Müller-
Bus für eine freundliche Betreuung und eine sichere Fahrt in
komfortablen Bussen, beim Schulförderverein und beim Team des
Landheims, das uns in vielen organisatorischen Fragen sehr
hilfreich war, vor allem bei Frau Schafflik.
Claudia Braune; Klassenleiterin; Dagmar Dähne, Erzieherin; Theresa
Sachse, Referendarin- das Betreuerteam
Hallo Herr Stelzmann,
vielen vielen Dank für die liebevolle Betreuung meiner Rasselbande in Ihrer Einrichtung. Ich bin doch die Omi, die Sie vermittelt hat an die ABC-Schützen Priesnitzzwerge in Dresden. Meine Enkeltochter Lili hat mir letztes Wochenende nochmals bestätigt: Omi, Schullandheim ist klasse. Die Kinder hatten mich hier in der Geschäftsstelle besucht und mir begeistert von ihren Erlebnissen erzählt. Vielen vielen Dank, auch im Namen meiner Kinder.
Ingrid Tautz
Bonnharder Schüler in Bautzen
Vom 12. bis zum 25. Juli verbrachten auch dieses Jahr 30 Schüler aus Bonnharder Schulen erlebnisreiche Tage in Deutschland, in Bautzen. Es war der 16. Austausch der Jugendlichen im Rahmen der Partnerschaft der Stadt Bonnhard und der Schullandheime in Bautzen. Wie auch in den letzten Jahren unterstützte die Stadt Bonnhard die Schüler finanziell. Zwei Lehrkräfte, Edit Forray aus der Vörösmarty Grundschule und Kovács aus dem Petöfi Sándar Evangelischen Gymnasium, begleiteten die Gruppe. Der folgende Schülerbeitrag einer meiner Schülerinnen berichte über die Erlebnisse der verbrachten Tage.
Bonnhard / Ungarn Ausgabe Okt. 2010
Kurz nach Abreise der Musikanten überschwemmte die Spree das Heim. Jetzt wollen sie helfen.
Sächsische Zeitung, 19.08.2010

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